6. Sitzung Begleitausschuss – Protokoll

Niederschrift

  1. Runder Tisch Flüchtlinge im Stadtbezirk Innenstadt-West,

Haus der Vielfalt (Beuthstr. 21), 12.04.2016    19-20.45 Uhr:


  1. Begrüßung durch den Bezirksbürgermeister

 

  1. Bericht SozialamtAus der Adlerstraße konnten seit dem 01.01.2016 über 200 Personen in eigene Wohnungen vermittelt werden; das ist der höchste Wert aller Einrichtungen im Stadtgebiet. Dies entspricht dem Ziel der Verwaltung, primär Flüchtlinge in eigenen Wohnungen unterzubringen und nicht in zentralen Einrichtungen (Integration).

 

Die Einrichtung Adlerstraße wird um 30 auf insgesamt 150 Plätze erhöht. Der Bürocontainer im Hof wird dauerhaft nur als Büro genutzt.

 

Die Notunterkunft Kreuzstraße ist wieder im Schul- und Sportbetrieb. Die Notunterkunft Brügmannhallen soll bis Ende April geräumt und wieder dem Schul- und Sportbetrieb dienen.

 

Personen aus den Brügmannhallen werden zum Teil in die neue Übergangseinrichtung Leuthardtstraße (ehem. Kreiswehrersatzamt, ehemalige UMF-Einrichtung) umziehen. Dort sind zunächst ca 150 Plätze bereitgestellt, in der Endstufe bis zu 250 Plätze.

 

Die ehemalige UMF-Einrichtung Lindemannstraße bietet 45 Plätze.

 

Die ehemalige UMF-Einrichtung in der Sudermannstraße wird offensichtlich anderweitig genutzt. Die Nutzung des Gebäudes wird geklärt.

 

  1. Bericht Polizei

 

Die Adlerstraße ist weiterhin polizeilich unauffällig.

 

Hinsichtlich der UMF sind geschulte Jugendkontaktbeamte unterwegs, um gezielt auch auf die Jugendlichen einzugehen. Besondere Vorkommnisse sind aber nicht zu vermelden. Die Polizei weist daraufhin, dass das subjektive Sicherheitsempfinden gerade von älteren Menschen bei Ansammlungen von Jugendlichen Sorge bei älteren Menschen auslösen kann – unabhängig von der tatsächlichen Situation vor Ort.

 

In der Adlerstraße kam es am 11. April 2016 mittags beim Essen draußen zu einem Zwischenfall, der einen Polizeiruf und eine Strafanzeige auslöste. Eine unbekannte Person warf von außerhalb des Geländes mit Steinen auf Personen, die gerade essen wollten. Dies löste unter den Bewohnern einen Schock aus. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

 

  1. Bericht des Betreibers der UnterkünfteAdlerstraße

 

Nach Schließung der Kreuzstraße ist es gelungen, viele Ehrenamtler weiterhin zu halten und für die neuen Unterkünfte zu gewinnen. Aktuell sind in der Adlerstraße 102 Personen untergebracht, in erster Linie Kriegsflüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, Irak u.a.. Ca. 2/3 sind männlich, 1/3 sind weiblich. Die neue Leitung ist noch nicht bekannt.

 

Leuthardstraße

 

In der Leuthardstraße werden zunächst 3 von 5 Etagen bewohnt: In der ersten Etage werden nur Männer untergebracht, in der 2. Familien und in der 4. in erster Linie Frauen (bei Bedarf dann auch Familien). Diese Einrichtung verfügt leider nur über einen kleinen Außenbereich im Hof, ist aber insgesamt eine große Anlage. Es werden Sprachkurse und Filmvorführungen im Haus angeboten.

 

Wie vom Sozialamt erwähnt, startet die Einrichtung mit 150 Personen, letztlich sollen bis zu 250 Personen Platz finden. Eine öffentliche Besichtigung fand am 07.04.2016 statt. Frau Harbig übernimmt die Leitung der Einrichtung.

 

Lindemannstraße

 

In der Lindemannstraße sind 45 Plätze vorhanden, allerdings kann dort nur ein Sozialarbeiter betreuen. Ob dieser Standort erhalten bleibt/in Betrieb geht, ist noch offen !

 

Iggelhorst

 

Die UMF-Unterkunft Iggelhorst hat trotz des hervorragenden Rufs und großer Anerkennung bei allen Beteiligten aktuell nur noch ca. 25 Kinder in der Betreuung, obwohl die Einrichtung für 150 Kinder ausgelegt ist. Durch die Gesetzesänderung und Umverteilung der UMF in andere Städte ist diese Einrichtung nicht ausgelastet. Die weitere Entwicklung ist abzuwarten, es werden Gespräche geführt. Polizeilich ist auch diese Einrichtung unauffällig.

 

Somit sind geplant ab Mai nur noch reguläre Übergangseinrichtungen im Stadtbezirk in Betrieb, die alle vom VMDO betrieben und eine Plankapazität von insgesamt 445 Plätzen bieten (ohne UMF).

 

Aus dem Plenum kam die Frage, was es mit den Berichten über verschwundene UMF auf sich hat; inwieweit dies auf Dortmund zutrifft. Die Erklärung könnte nach Erfahrung der Betreiber in der Tatsache liegen, dass die UMF sich teilweise auf eigene Faust weiter in Deutschland oder Europa auf die Suche nach Angehörigen machen, und sich nicht abmelden.

 

 

  1. Anregungen

 

Der Runde Tisch hat sich seit seinem Start zu einem Fachplenum entwickelt. Vorfälle oder Konflikte zwischen Bewohnern und Anwohnern sind bis auf den aktuellen Einzelfall nicht aufgetreten. Es wurde daher angeregt, den Runden Tisch als Begleitausschuss „Flüchtlinge im Stadtbezirk“ mit fester, arbeitsfähiger  Besetzung aus allen Funktionen und vierteljährlichem Treffen nichtöffentlich fortzusetzen.

 

Gesetzt sind Politik, Betreiber, Sozialamt und Polizei.

 

Wer außerdem fest als Ehrenamtlicher oder anderer Funktion Mitglied bleiben möchte, möge sich verbindlich über die Geschäftsführung der Bezirksvertretung – Tel. 0231-50-22904 oder Mail an innenstadtwest@dortmund.de – melden. Der alte Verteiler wird danach nicht mehr bedient.

 

 

Hinweis: Die Abendrealschule Max von der Grün bietet ab 25.04.2016 ab 17.20 Uhr Deutschkurse an. Meldungen nimmt das Sekretariat unter 0231 / 50 – 29424 oder Max-von-der-Gruen-Abendrealschule@stadtdo.de  an.

  1. Aufträge an Verwaltung/Betreiber

 

Keine

 

  1. nächster Termin Begleitausschuss

 

28.06.2016  19-21 Uhr im Haus der Vielfalt, Beuthstraße 21, Raum B3