8. Sitzung Begleitausschuss – Protokoll

  1. Sitzung Begleitausschuss Flüchtlinge im Stadtbezirk Innenstadt-West, 25.10.2016 – 18-19.30 Uhr im Haus der Vielfalt (Beuthstr. 21),


 

  1. Begrüßung durch den 2. Stellv. Bezirksbürgermeister

 

  1. Bericht SozialamtIn Dortmundern kommunalen Übergangseinrichtungen für Flüchtlinge sind gut 6.000 Menschen untergebracht. Aufgrund einer Übererfüllung der Zuweisungsquote profitiert Dortmund von einem Zuweisungsstopp. Zeitweilig sind in den letzten Wochen nur noch vereinzelt oder sehr geringe Flüchtlinge in Dortmund zugewiesen worden. Keine kommunale Übergangseinrichtung ist voll belegt.Die Infrastruktur der beteiligten Ämter allen voran des Sozialamtes hat sich etabliert, das Personal ist auf Sollstärke durch erhebliche Neueinstellungen von Personal.

 

Das Land NRW baut sukzessive seine Kapazitäten von 85.000 Plätzen auf 40.000 ab. Die EAE Hacheney wurde geschlossen; Buschmühle wird im Laufe des nächsten Jahres aufgegeben. In Bochum baut das Land eine neue EAE auf.

Aktuell sind keine besonderen Mitteilungen oder Informationen weiterzugeben.

 

  1. Bericht PolizeiDie beiden in Betrieb befindlichen Einrichtungen Adlerstraße/ Leuthardstraße sind polizeilich unauffällig. Probleme gibt es vermehrt – altersbedingt – mit jungen heranwachsenden männlichen Personen

 

 

  1. Bericht des Betreibers der UnterkünfteAdlerstraße/LeuthardstraßeIn der Adlerstraße sind aktuell 84 Personen, ein großer Teil syrische Staatsbürger mit einem geringen Anteil an Frauen (12). Fast die Hälfte ist unter 25 Jahren.In der Leuthardstraße sind aktuell 55 Personen, mit hohem afghanischem Anteil und 15 Kindern. Durch den Umbau auf Selbstversorgung (Bewohner kochen selber) ist die Stimmung nochmals gesteigert worden.

 

Besonderheiten gibt es nicht zu berichten. Insbesondere in der Leuthardstraße herrscht eine hohe Zufriedenheit, die Einrichtung ist nach diversen Umbauten sehr wohnlich geworden.

In beiden vom VMDO betriebenen Einrichtungen läuft es gut.

Beobachtet wurde, dass in Wohnung vermittelte Flüchtlinge gerne wieder in die soziale Gemeinschaft der Unterkunft zurückwollen, da dort sozialer Kontakt bestand – in den eigenen Wohnungen sind die Flüchtlinge oft isoliert.

Iggelhorst

 

Die Einrichtung steht kurz vor der Abnahme zum Betrieb. Wann die Einrichtung „ans Netz“ geht, ist derzeit nicht bekannt. Platz wäre für bis zu 150 Menschen.

  1. Anregungen EhrenamtlerNach eigenen Erfahrungen von ehrenamtlich Tätigen wissen einige jugendliche Bewohner nicht mit ihren Frustrationen umzugehen, was sie auch an Ehrenamtlern verbal auslassen. Hier ist es oft die lange Wartezeit bis zur Anerkennung oder andere Gründe, die beobachtet wurden.
  2. Aufträge an Verwaltung/Betreiberkeine
  3. Fortsetzung des Runden Tisches/BegleitausschussesDer Runde Tisch/Begleitausschuss wird sich bis auf weiteres nicht mehr treffen, bis eine Situation oder neue Umstände dies erfordern.Beschwerden von Anwohnern gab es nie, und alle Akteure sind untereinander hervorragend vernetzt.Die beiden in Betrieb befindlichen Einrichtungen bieten regelmäßige Treffen mit den Ehrenamtlern an.